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Argentinien

Dieser Text beschreibt Argentinien.


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Argentinien Artikel

República Argentina
Argentinische Republik
Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung
(Details) (Details)
Wahlspruch: En Unión y Libertad

(Spanisch, "In Einigkeit und Freiheit")

Amtssprache Spanisch
Hauptstadt Buenos Aires
Staatsform Bundesrepublik
Präsident Néstor Kirchner
Fläche 2.766.890 km²
Einwohnerzahl 37.812.817
Bevölkerungsdichte 14 Einwohner pro km²
Unabhängigkeit 9.07 1816
Währung Argentinischer Peso
Zeitzone UTC -3
Nationalhymne Oíd, Mortales
Kfz-Kennzeichen RA
Internet-TLD .ar
Vorwahl +54
Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung


Argentinien (spanisch Argentina) ist ein Staat in Südamerika. Es grenzt in dem Osten an den Atlantischen Ozean, in dem Westen an Chile, in dem Norden an Bolivien und Paraguay, und in dem Nordosten an Brasilien und Uruguay.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Ciao Papa Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Ciao Papa". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Argentiniens

Man nimmt an, dass die "Entdeckung" des heutigen Argentiniens durch den Menschen etwa 10 Tausend v.Chr. von Nordamerika aus erfolgte.

Die in dem Pampa-Raum des heutigen Argentinien ansässigen Stämme (Querandíes , Tehuelches ) waren bis zu dem Eintreffen der Spanier nicht sesshaft und besaßen auch keine bezeichnenswert entwickelte Technologie. Die Stämme in dem Nordwesten des Landes hingegen (z. B. die Quilmes) praktizierten etwa ab der Zeit des frühen Mittelalters in Europa Land- und Viehwirtschaft und waren vor allem auf dem Gebiet der Architektur weit fortgeschritten.

Im 13. und 14. Jahrhundert expandierte das Inka-Reich stark nach Süden und umfasste um 1450 weite Teile des Nordwestens Argentiniens bis in den Norden der heutigen Provinz Mendoza.

Die Europäer erreichten die Region erstmals mit der Reise Amerigo Vespuccis 1502. Das heutige Argentinien wurde in dem 16. Jahrhundert von den Spaniern aus zwei Richtungen kolonisiert: Von Peru aus nahmen sie die nordwestlichen Teile des Landes in Besitz, während andererseits vom Atlantik aus spanische Niederlassungen am Stromsystem des Río de la Plata gegründet wurden, darunter Buenos Aires, wo sich die Spanier in dem Jahre 1580 auf Dauer etablieren konnten, nach dem ein erster Versuch zur Gründung einer spanischen Siedlung dort in dem Jahre 1536 am Widerstand der indigenen Bewohner der Pampa gescheitert war. Die weiter südlich gelegenen Gebiete des heutigen Argentinien wurden zwar theoretisch auch von Spanien beansprucht, blieben aber in der Kolonialzeit faktisch außerhalb der spanischen Herrschaftssphäre.

Administrativ war das heutige Argentinien zunächst Teil des Vizekönigreichs Peru, welches Südamerika mit Ausnahme der portugiesischen Einflusssphäre umfasste. In dem Jahre 1776 wurde von diesem das Vizekönigreich des Río de la Plata mit Hauptstadt Buenos Aires abgespalten, welches neben Argentinien noch das heutige Bolivien, Paraguay und Uruguay umfasste.

Die unter dem Eindruck der Französischen Revolution am 25.05 1810 in Buenos Aires erklärte Unabhängigkeit hatte ca. lokale Wirkung. Die Unabhängigkeit erlangte das Land schließlich nach einem Befreiungskrieg gegen die Spanier am 9.07 1816. Wie zuvor Paraguay in dem Jahre 1811, spalteten sich dann auch 1825 Bolivien und 1828 Uruguay von den damaligen Vereinigten Provinzen des Río de la Plata ab.

Zwischen 1816 und 1880 war die Entwicklung Argentiniens von Diktaturen (etwa unter Juan Manuel de Rosas) und Bürgerkriegen geprägt.

Argentinien Beschreibung
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Julio A. Roca

Die Jahre von 1880 bis 1912 waren von der Einwanderung vor allem von Italienern und Spaniern geprägt, die sich in den Städten und in so genannten "Kolonien" auf dem Land ansiedelten. Politisch ist diese Zeit als Scheindemokratie zu nennen, denn die Regierung Julio Rocas und die folgenden Regierungen waren oligarchisch ausgerichtet, mit großem Einfluss der Großgrundbesitzer. Dem Gros der Bevölkerung wurde durch ein ausgeklügeltes Wahlbetrugs-System die politischen Rechte vorenthalten; auch die Einwanderer hatten kein Stimmrecht.

Zwischen 1912 und 1946 wechselten sich demokratische Regierungen und Militärdiktaturen ab. Vor allem die 1930er Jahre werden heute als década infame, als berüchtigtes Jahrzehnt genannt, im die Demokratie ca. auf dem Papier existierte und Wahlbetrug an der Tagesordnung war. In dem Laufe der ersten Hälfte der 1940er Jahre gelang es dem jungen Offizier Juan Domingo Perón, sich trickreich an die Macht zu manövrieren. Er belegte zunächst unter den Militärs das Arbeitsministerium und wurde wegen seiner weit reichenden Zugeständnisse an die Gewerkschaften schnell zu einem Volksheld in der Arbeiterklasse. In dem Jahre 1946 wurde er zu dem Präsidenten gewählt.

Im Zweiten Weltkrieg war Argentinien offiziell neutral. Es sympathisierte zunächst mit den Achsenmächten, unterstützte gegen Kriegsende jedoch die Alliierten. Während des Krieges war Argentinien Absichtland von Flüchtlingen aus Europa; nachdem Krieg fanden in Argentinien ebenso wie in anderen Staaten Lateinamerikas zahlreiche Nazis Unterschlupf. Unter Perón, der mit faschistischem Gedankengut sympathisierte, verfolgte Argentinien die Absicht, in seinem Land einen Spezialdienst für den antikommunistischen Kampf aufzubauen und konnte die Nazi-Führungskräfte dafür gut brauchen. Unter den prominentesten Nazi-Kriegsverbrechern in Argentinien waren Adolf Eichmann, der am 23.05 1960 vom Mossad entführt und in Israel zu dem Tode verurteilt wurde, Josef Mengele, Arzt des Konzentrationslagers Auschwitz, sowie Walter Rauff, der in dem Zweiten Weltkrieg mitverantwortlich war für den Einsatz fahrbarer Gaskammern, mit denen die Häftlinge aus Konzentrationslagern ermordet wurden. Über so genannte Schlüsselfirmen wurden auch hohe Vermögenswerte der Nazis nach Argentinien verschoben.

Argentinien Beschreibung
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Evita und Juan Perón

Ab der ersten Regierungszeit von Juan Domingo Perón (1946 - 1955) wurde das vorher von der Landwirtschaft geprägte Land industrialisiert; Argentinien verzeichnete in der Folgezeit wirtschaftliche Höhen und Tiefen in dem Wechsel. Zwischen 1955 und 1983 gab es eine Epoche der Instabilität, in der abwechselnd zivile und Militär-Regierungen das Land in der Hand hatten.

Die zweite Amtszeit Peróns von Oktober 1973 bis zu seinem Tod am 1.07 1974 brachte ca. eine kleinfügige Beruhigung in die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse Argentiniens. Nach seinem Tod wurde seine dritte Ehefrau, Isabel Perón (genannt "Isabelita"), die er zur Vizepräsidentin gemacht hatte, auf Betreiben der peronistischen Partei als Präsidentin eingesetzt. Diese, eine ehemalige Nachtclubtänzerin, war mit diesem Amt völlig überfordert und diente den hinter ihr stehenden politischen Machthabern lediglich als Marionette. Die darauf folgende Zeit war geprägt von Unruhen, wildem Streik ("huelga") und von den Gewerkschaften angeordnetem Stillstand des öffentlichen Lebens ("paro general" = Generalstreik), die von einer Minute auf die andere die Hauptstadt überzogen. Oppositionelle sowie Kritiker, die den Machthabern unbequem erschienen, verschwanden, teilweise für immer. Kriminelle Gruppierungen machten sich das Chaos zunutze, für ihre eigenen Interessen Entführungen und andere Verbrechen zu begehen. Die Entführung des für Mercedes-Benz den Standort Argentinien betreuenden Produktionsleiters Heinrich Metz in dem Oktober 1975 (er kam später für ein Lösegeld in Höhe von mehreren Millionen US-Dollar wieder frei), löste eine Fluchtwelle unter den für deutsche Firmen in Argentinien tätigen Immigranten aus.

Im Jahr 1976 kam es zu dem Umsturz der Regierung und es installierte sich unter der Führung von Jorge Rafael Videla eine Militärdiktatur (Junta). Von da an verschwanden noch mehr Menschen, die genaue Zahl ist nicht bekannt und wird auf bis zu 30 Tausend Opfer geschätzt. Unter den "desaparecidos" (Verschwundenen) befanden sich auch zahlreiche Studenten, deren Mütter sich zusammenschlossen, um vor dem Regierungsgebäude - der "Casa Rosada" - ungeachtet ihrer Selbstgefährdung zumonstrieren und damit in die Geschichte eingingen. Absicht der "Madres de la Plaza de Mayo" ("Mütter des Plaza de Mayo", [1] (http://www.madres.org/)) war und ist es, Kenntnis über den Verbleib ihrer Kinder zu erhalten. Mittlerweile gibt es auch eine Organisation "Abulas de la Plaza de Mayo" ("Großmütter des Plaza de Mayo", [2] (http://www.abuelas.org.ar/)), deren Zweck es ist, die in der Gefangenschaft geborenen und illegal zur Adoption frei gegebenen Kinder der Verschwundenen in ihre Familie zurückzuführen. In späteren Gerichtsverfahren gegen verantwortliche Militärs, die ca. mit Mühe durchgesetzt werden konnten, wurde bekannt, dass sich die militärischen Machthaber zahlreicher Menschen auf grausame Weise entledigt hatten: Die Opfer wurden betäubt und über dem Atlantik aus dem Flugzeug geworfen.

Argentinien Beschreibung
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Raúl Alfonsín

Im April 1982 trat Argentinien unter dem neuen Junta-Chef Leopoldo Galtieri mit Großbritannien in den Krieg ein. Es ging um die Argentinien vorgelagerten Falklandinseln (in Argentinien als "Islas Malvinas" genannt), die nach argentinischer Rechtsauffassung zu dem eigenen Staatsgebiet gehören, jedoch von Großbritannien verwaltet werden. Die Invasion argentinischer Soldaten wurde von den Streitkräften des Vereinigten Königreichs mit Luftangriffen, einem Seekrieg und einer Landeoperation erfolgreich revidiert. Argentinien kapitulierte am 14.06 1982.

1983 kehrte das Land zur Demokratie zurück. Der erste Präsident dieser Epoche war Raúl Alfonsín (UCR), der jedoch 1989 infolge einer schweren Wirtschaftskrise vorzeitig zurücktrat. Die Peronistische Partei kam mit Carlos Menem wieder an die Macht. Die neoliberale Wirtschaftspolitik Menems und die 1:1-Bindung des Argentinischen Peso an den US-Dollar war während seiner ersten Amtszeit äußerst erfolgreich und konnte das Land stabilisieren. Während seiner zweiten Amtszeit machten sich aber stets mehr die negativen Seiten dieser Wirtschaftspolitik bemerkbar.

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Néstor Kirchner

Zwischen 1998 und 2002 fiel daher das Land erneut in eine schwere Wirtschaftskrise, in der die Wirtschaftskraft um 20 Prozent zurückging. 1999 wurde die Regierung Menem durch eine Mitte-Links-Koalition mit dem Präsidentschaftskandidaten Fernando de la Rúa abgelöst. De la Rúa konnte aber die verfahrene wirtschaftliche Situation, die sein Vorgänger hinterließ, nicht schnell und nachhaltig verbessern. Das zögerliche Handeln des Präsidenten, Streitereien innerhalb der Koalition und eine starke außerparlamentarische Opposition durch die Gewerkschaften, die traditionell den Peronisten nahe stehen, schwächten De la Rúa zunehmend. Dies gipfelte Ende 2001 nach starken Unruhen und Plünderungen in dem Rücktritt von Präsident Fernando de la Rúa.

In der Folge gab es mehrere peronistische Interimspräsidenten. In dem Mai 2003 wurde nach einer sehr chaotisch verlaufenden Präsidentschaftswahl Néstor Kirchner zu dem neuen Staatsoberhaupt gewählt. Er gehört eher dem linken Flügel der peronistischen Partei an. Trotz seines niedrigen Wahlergebnisses ist Néstor jedoch zur Zeit in der Bevölkerung sehr beliebt, weil er fällige Reformen angeht, die die Situation des Landes auf allen (auch auf sozialen) Gebieten verbessern könnten. Derzeit ist die Wirtschaft auf Erholungskurs: 2003 verbuchte Argentinien ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 8,7 Prozent gegenüber -10,9 Prozent in dem Jahr 2002 (Quelle: [3] (http://www.indec.gov.ar)). Kritiker werfen jedoch Kirchner vor, nicht gegen die omnipräsenten Gruppen von arbeitslosen Straßenblockierern ("Piqueteros") vorzugehen, die häufig illegal Straßenzölle erheben und den Binnenhandel lähmen.

Siehe auch: Liste der Präsidenten von Argentinien, Argentinien-Krise

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Politik

Nach der Verfassung von 1994 ist Argentinien eine föderalistische, republikanische Präsidialdemokratie.

Der Präsident ist das Oberhaupt des Staates und hat eine sehr starke Stellung (unter anderem die Möglichkeit per Dekret zu regieren). Er wird alle vier Jahre (früher: alle fünf Jahre) in zwei Wahlgängen direkt gewählt, wobei der siegreiche Kandidat 45 oder mehr % erreichen muss, um in der ersten Runde zu gewinnen, beziehungsweise zehn Prozentpunkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten haben muss. Dieselbe Person kann höchstens während zwei aufeinander folgenden Perioden Präsident sein, kann aber nach Ablauf von vier Jahren wieder für das Amt kandidieren.

Die Legislative (Abgeordnetenkammer und Senat) wird in allen Provinzen zu anderen Zeitpunkten nach Mehrheitswahlrecht gewählt. Die Anzahl der Abgeordneten der Abgeordnetenkammer beläuft sich auf einen Abgeordneten pro 33 Tausend Einwohner. Die Abgeordneten werden für vier Jahre gewählt, allerdings jeweils die Hälfte der Abgeordneten alle zwei Jahre. Die Anzahl der Senatoren beträgt drei je Provinz und drei für die autonome Stadt Buenos Aires. Es wird nachdem Mehrheitswahlrecht gewählt; zwei Senatorensitze erhält die Partei mit den meisten Stimmen, einen Sitz die Partei mit den zweitmeisten Stimmen. Die Senatoren werden für einen Zeitraum von sechs Jahren gewählt, alle zwei Jahre wird ein Drittel der Senatoren gewählt.

Wichtigste Partei ist die aus der peronistischen Bewegung hervorgegangene PJ (Partido Justicialista) (auf deutsch meist: peronistische Partei genannt), dahinter folgen mit heute weitem Abstand UCR (Unión Civica Radical) und FrePaSo (Frente del País Solidario) (Linkspartei) sowie die neueren Parteien ARI (sozialdemokratisch) und Recrear (liberal-konservativ). Die bekanntesten Linksparteien sind Izquierda Unida und der Partido Socialista. Das europäische Rechts-Links-Schema lässt sich in Argentinien nicht anwenden, da viele Parteien, besonders die dominierende peronistische Partei, häufig ihre Ausrichtung ändern.

Seit Ende der 90er Jahre finden die hauptsächlichen Debatten zwischen den Flügeln des PJ statt, die ideologisch sehr verschieden sind. Die Flügel werden meist mit dem Namen ihrer führenden Persönlichkeit genannt. Der momentan herrschende Kirchnerismus ist sozialdemokratisch orientiert, während der in den 1990er Jahren dominierende Menemismus neoliberal eingestellt war. Ein weiterer wichtiger Flügel ist der in der Provinz Buenos Aires regierende, bisher mit dem Kirchnerismus alliierte Duhaldismus. Allerdings nahm der Kopf dieser Bewegung, Eduardo Duhalde öffentlich Carlos Menem in Schutz, der sich einer Gerichtsvorladung entzieht und daher polizeilich gesucht wird, was zu einem offenen Streit zwischen ihm und Néstor Kirchner führte. Die beiden ehemals verbündeten Flügel sind daher zurzeit verfeindet.

Seit der Wirtschaftskrise ist die Debatte um eine politische Reform aufgekommen, da das heutige System vor allem für die Wähler sehr undurchsichtig ist und sowohl Personenkult als auch Korruption begünstigt.

So werden beispielsweise die Wahlen zu dem Senat und dem Repräsentantenhaus meist gemeinsam mit Bürgermeisterwahlen ausgetragen, was aufgrund der so genannten Listas Sabanas zu Verzerrungen führt. Das liegt an der Tatsache, dass in Argentinien keine Kreuze auf Stimmzettel gemacht werden, sondern jede Partei ihren eigenen Stimmzettel (Lista Sabana) hat und man seine Stimme durch die richtige Auswahl des Stimmzettels abgibt. Man kann aber bei vielen gleichzeitigen Wahlen die Stimmen aufteilen (eine Stimme für den Präsidenten, eine für den Senator, eine Stimme für den Abgeordneten der Repräsentantenkammer, etc.). In diesem Falle muss man, wenn man Kandidaten verschiedener Parteien wählen möchte, die Stimmzettel auseinander schneiden und ca. die entsprechenden Abschnitte in die Urne werfen. Dies machen aber wenige, was dann eben bei Häufung von Wahlen am gleichen Tag zu Verzerrungen führt. Listas Sabanas (deutsch etwa: Betttuch(große)-Listen) heißen die Stimmzettel, weil sie häufig sehr groß sind.

Die jeweiligen Mehrheitsverhältnisse in der Legislative werden zudem kaum publik gemacht, was auch daran liegt, dass die Zusammensetzung sich jedes Jahr ändert.

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Mitgliedschaften in Internationalen Organisationen und Gruppierungen

Argentinien ist in verschiedenen internationalen Organisationen und Gruppierungen Mitglied. Zu den wichtigsten zählen die Mitgliedschaften in den Vereinten Nationen und seinen Unter- und Sonderorganisationen, in dem Internationalen Währungsfonds und in der Weltbank. Auf regionaler Ebene sind die Mitgliedschaften in der Rio-Gruppe, die sich dem Erhalt der Demokratie in Lateinamerika widmet sowie in dem Mercosur, einer Zollunion in Südamerika, am bedeutsamsten.

Siehe auch: Mitgliedschaft Argentiniens in internationalen Organisationen

Buch-Tipp: Drei Minuten mit der Wirklichkeit. Bis zur Gänsehaut. . . Wirklich ein Top-Buch! Spannend und bis zu dem Schluss hin an Spannung zunehmend, eine hervorragende Kombination von Roman und doch viel Information zu den ehemaligen Verhältnissen in Argentinien. Als Argentinien-Kenner hab ich das Buch verschlungen. . .

Militär und Verteidigung

Das argentinische Militär hat in der Geschichte des Landes stets wieder eine wichtige oder dominierende Rolle gespielt. Besonders in der Zeit zwischen 1955 (Putsch gegen Juan Perón) und 1973 (Rückkehr und 2. Präsidentschaft Peróns) und in der Zeit zwischen 1974 (Tod Peróns) und 1983 (Niederlage in dem Falklandkrieg und Redemokratisierung) war vom Militär direkt oder indirekt geprägt. (Siehe auch: Geschichte Argentiniens)

Unter den Präsidentschaften Raúl Alfonsíns (1983-1989) und Carlos Menems (1989-1999) wurden die Militärs entscheidend geschwächt und 1994 die Wehrpflicht abgeschafft. 1999 betrugen die Ausgaben für die Verteidigung ca. noch 62 Prozent der Ausgaben von 1983; in dem gleichen Zeitraum sind die Staatsausgaben allgemein auf 152 Prozent der Ausgaben von 1983 angestiegen (2004, Quelle: [4] (http://www.mindef.gov.ar)).

Die argentinischen Streitkräfte haben heute eine Personalstärke (Soldaten und Verwaltung) von insgesamt etwa 102.300 Personen (Heer: 50.900 Personen (41.400 Soldaten), Marine: 26.600 Personen (17.200 Soldaten), Luftwaffe: 23.600 Personen (13.200 Soldaten), Verteidigungsministerium und Generalstab: 1.200 Personen). Der Anteil der Ausgaben für die Verteidigung am Bundeshaushalt beträgt etwa 7 %. (Quellen: [5] (http://www.mecon.gov.ar) (2004), [6] (http://www.mindef.gov.ar/secciones/libro_blanco/libro%20blanco%20de%20defensa.doc) (1998))

Buch-Tipp: GEO Special Chile und Argentinien (GEO Special) Empfehlenswert!! Diese Sonderausgabe des bekannten Geo-Magazins steckt voller schöner Geschichten über Chile und Argentinien. Es ist ausgezeichnet bebildert, hat einen großen und umfassenden Informationsteil und in den Geschichten, die von einigen der besten Kenner des lateinamerikanischen Kontinents geschrieben sind, spürt man wirklich, wie es...

Provinzen


Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung
die Provinz und die Stadt Buenos Aires aus dem Weltall
Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung
Blick über Buenos Aires

Hauptartikel: Liste der Provinzen Argentiniens

Die Provinzen (provincias, Einzahl: provincia) sind die Gliedstaaten des argentinischen Bundesstaates. Sie haben jeweils eine eigene Provinzverfassung, eine Provinzregierung unter Leitung eines direkt gewählten Gouverneurs (gobernador) und ein Parlament. Die Provinzen sind wiederum administrativ in Departamentos untergliedert.

Argentinien hat 23 Provinzen. Die Hauptstadt Buenos Aires bildet einen Bundesdistrikt (Distrito Federal).

Buch-Tipp: HB Bildatlas Special Argentinien, Buenos Aires, Patagonien Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "HB Bildatlas Special Argentinien, Buenos Aires, Patagonien". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Wichtige Städte

Buenos Aires ist als politische Hauptstadt und wirtschaftliches Zentrum Argentiniens die wichtigste Stadt Argentiniens. Es ist umgeben von einer Reihe von selbständigen Vorstädten, die zu dem Teil reine Schlafstädte sind, zu dem Teil aber auch selbst über Produktionsstätten verfügen. Rosario liegt zwar nicht in der Provinz Buenos Aires, die die Hauptstadt umgibt, gehört aber noch zu dem größeren Einzugsgebiet der Hauptstadt. Córdoba, die zweitgrößte Stadt Argentiniens, verfügt über größere Produktionsstätten und beherbergt die älteste Universität des Landes, welche gleichzeitig eine der wichtigsten ist. Mendoza ist vor allem für seinen Wein- und Obstanbau bekannt, dient aber auch als Brückenkopf für den Handel mit Santiago de Chile. San Miguel de Tucumán ist die Geburtsstätte der Unabhängigkeit und wurde durch die intensive Landwirtschaft wirtschaftlich und kulturell bedeutsam, hat aber in den letzten Jahrzehnten etwas an Wichtigkeit verloren. Die Universitäten in dieser Stadt haben auch überregionale Bedeutung und werden auch von Studenten aus Bolivien besucht.

Siehe auch: Liste der Städte in Argentinien

Buch-Tipp: Kauderwelsch, Spanisch für Argentinien Wort für Wort Sehr empfehlenswert für Argentinien-Fans!! Ich habe mir diesen Sprachführer vor meiner Reise nach Argentinien gekauft, um mich auf die kleinen Feinheiten der argentinischen Sprache vorzubereiten. Hierzu hat mir dieses Buch sehr gut geholfen. Die strukturierte und übersichtliche Erläuterung einzelner typisch argentinischer Begriffe verbunden mit...

Geographie


Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung
der Aconcagua
Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung
ein See in der Provinz Neuquén, Patagonien
Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung
Patagonien

Argentinien hat eine Fläche von circa 2,8 Millionen Quadratkilometern. Die Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt etwa 3 700 km, die von Westen nach Osten an der breitesten Stelle circa 1 400 km.

Das gesamte westliche Grenzgebiet wird von den Anden eingenommen, der längsten Gebirgskette der Erde. Deren höchster Berg, der Aconcagua mit 6 959 m Höhe, liegt an der Grenze zwischen Argentinien und Chile.

Der zentrale Norden Argentiniens wird vom Gran Chaco, einer heißen Trockensavanne eingenommen.

Östlich davon schließt sich entlang des Río Paraná das Hügelland der Provinz Misiones an. Dort befinden sich am Dreiländereck Argentinien/Paraguay/Brasilien die Wasserfälle von Iguazú, die zu den größten der Erde zählen.

Südlich davon, zwischen den großen Strömen Río Paraná und Río Uruguay, liegt das feuchte und sumpfige Mesopotamia. Am Río de la Plata, dem gemeinsamem Mündungstrichter dieser beiden Ströme, befindet sich die Stadt Buenos Aires und die gleichnamige Provinz Buenos Aires, das wirtschaftliche Herz Argentiniens. Hier konzentriert sich auch der Großteil der Einwohner Argentiniens.

Westlich und südlich von Buenos Aires erstrecken sich die Pampas, eine grasbewachsene Ebene, wo der größte Teil der Agrarprodukte des Landes erzeugt wird. In dieser Region befinden sich große Weizenfelder und Weideflächen für Rinder, deren Fleisch stets noch zu den Hauptexportgütern Argentiniens gehört.

Zwischen den Pampas und den Anden liegen in dem zentrale Argentinien die Gebirgszüge der Sierras Pampeanas.

Das in dem Süden Argentiniens gelegene Patagonien ist von starken Westwinden geprägt und hat ein sehr raues Klima. Dieses Gebiet, das etwa ein Viertel der Fläche des Landes ausmacht, ist sehr dünn besiedelt.

Von Argentinien wird ein Sektor des antarktischen Kontinents beansprucht, siehe hierzu: Argentinisches Antarktisterritorium.

Buch-Tipp: Keltisches Totenbuch. Bei den Sterbenden sein, die Toten auf ihrem Weg begleiten Das keltische Herz des Todes Weit mehr als eine simple Anleitung zur Begleitung Sterbender. Man erfährt ohne großes Tamtam wie man einem geliebten Menschen auf seiner letzten Reise beistehen kann. Man erfährt Übungen und Rituale die helfen den Sterbenden und sich selbst auf den Tod vorzubereiten. In jeder Zeile spürt man, dass es gelebtes Wissen...

Hohe und bedeutende Berge

In den argentinischen Anden gibt es eine Vielzahl von sehr hohen Bergen über 6 Tausend m Höhe. Hierunter befinden sich auch der höchste Berg des amerikanischen Kontinents, der Aconcagua mit fast 7 Tausend m Höhe und der höchste Vulkan der Erde, der Ojos del Salado mit fast 6 900 m. In dem Folgenden sind alle Sechstausender sowie einige wichtige oder bekannte Berge unter sechstausend Meter aufgelistet:

  • Incahuasi , 6620 m
  • Galan , 6600 m
  • El Muerto , 6542 m
  • Nacimiento , 6493 m
  • Laudo , 6400 m
  • Toro , 6380 m
  • Tres Cruces , 6356 m
  • Tortolas , 6323 m
  • El Condor , 6300 m
  • Famatina , 6250 m
  • Solo , 6246 m
  • Polleras , 6235 m
  • Chañi , 6200 m
  • Juncal , 6180 m
  • Negro , 6152 m
  • Quela , 6135 m
  • Palermo , 6120 m
  • San Juan , 6111 m
  • Sierra Nevada , 6103 m
  • Antofalla , 6100 m
  • Marmolejo , 6100 m
  • Poincenot , 3002 m
  • Torre , 3102 m
  • Fitz Roy, 3405 m
  • Volcán Lanin , 3747 m

   


Buch-Tipp: Lonely Planet Argentinien (Lonely Planet Deutsche Ausgabe) Nützlich und übersichtlich Die negativen Rezensionen zu diesem Führer kann ich nicht nachvollziehen. Ich war vor kurzer Zeit in Argentinien und habe dort von Cordoba-Salta-Jujuy-Iguazu bis Buenos Aires viele verschiedene Orte bereist. Dabei war dieser Führer eine große Hilfe. Er listet sehr übersichtlich zu jeder Stadt fast alle nötigen Infos...

Bedeutende Flüsse

Argentiniens Hydrologie wird von den Zuflüssen des Río de la Plata dominiert. Sein Einzugsgebiet umfasst etwa 5.200 Tausend km². Etwa ein Drittel hiervon liegt in Argentinien, der Rest in Bolivien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Zuflüsse des Río de la Plata sind der Río Paraná und der Río Uruguay.

  • Río Bermejo-Teuco , 1 Tausend km (mündet in den Paraguay)
  • Río Colorado , 860 km (mündet in den Atlantik)
  • Río Pilcomayo , 850 km (mündet in den Paraguay)
  • Río Negro , 635 km (mündet in den Atlantik)


Buch-Tipp: Mein Name ist Luz Ein anspruchsvolles Buch, das einen zu dem Nachdenken bringt "Mein Name ist Luz" ist ein fantastisches Buch, dass liebevoll erzählt ist und tief berührt. Ich bin eigentlich niemand, der schnell weint beim Lesen, aber bei diesem Buch lies es sich verhindern, einfach nur, weil es ehrlich ist. Das Buch hat auch einen gewissen Anspruch, weil es...

Große Seen


Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung
Lago Argentino und Gletscher Perito Moreno
Argentinien Beschreibung
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die Islas Malvinas aus dem Weltall


Besonders bedeutend ist der See Laguna Mar Chiquita in der Provinz Córdoba sowie die Seen Lago Argentino und Lago Viedma beide in dem Naturpark Los Glaciares gelegen, der zu dem UNESCO-Welterbe erklärt wurde. Dort befindet sich auch der Gletscher Perito Moreno.

  • Laguna Mar Chiquita, 5770 km² (Oberfläche stark schwankend)
  • Lago Argentino, 1415 km²
  • Lago Viedma , 1088 km²
  • Lago Buenos Aires , 881 km²
  • Colhue Huapi , 803 km²
Buch-Tipp: Mit dem Tango im Herzen Die Beschreibung für das Buch "Mit dem Tango in dem Herzen" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Inseln

Die größte Insel ist Feuerland, die sich Argentinien (Provinz Tierra del Fuego) und Chile teilen. Zusätzlich bedeutend sind die Malwinen, die zwar von Argentinien beansprucht werden, aber unter britischer Verwaltung stehen. Die Besetzung der Inseln durch Argentinien am 2.04 1982 löste den Falkland-Krieg aus, der bis zu dem 14.06 1982 dauerte und mit einer Niederlage Argentiniens endete.

Klima


Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung
Klimadiagramm Buenos Aires
Argentinien Beschreibung
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Klimadiagramm Salta
Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung
Klimadiagramm Mendoza
Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung
Klimadiagramm Ushuaia
(für allgemeine Erläuterungen, siehe: Klimadiagramm)
 


Argentinien hat von tropischen Gebieten in dem äußersten Nordosten über subtropische in dem restlichen Norden und eine ausgedehnte gemäßigte Klimazone bis hin zu kalten Klimaregionen in dem Süden und in den Anden nahezu alle Klimazonen in einem Land vereint.

Der Nordwesten Argentiniens ist in dem Bereich der Anden trocken mit einer kurzen Regenzeit in dem Sommer. In ihr findet man die Hochwüste Puna, deren Westen zu den regenärmsten Gebieten der Welt zählt, sowie den steppenhaften, unfruchtbaren Monte am Fuß der Anden in den Provinzen Mendoza, San Juan und La Rioja. Eine Abweichung von dieser Regel sind die subtropischen Nebelwälder in den Provinzen Tucumán, Salta und Jujuy, die in dem Sommer extrem feucht, in dem Winter aber relativ trocken sind. Der Gran Chaco in dem zentralen Norden ist zwar etwas feuchter, seine Niederschläge konzentrieren sich jedoch ebenfalls auf den Sommer. Der Nordosten sowie die Pampa-Region sind das ganze Jahr über feucht, wobei die höchsten Niederschlagsmengen in dem subtropischen Regenwald der Provinz Misiones zu finden sind.

Im Süden (Patagonien) ist es umgekehrt: der Westen, die Anden, sind ständig feucht und von der Temperatur kühlgemäßigt, während der Osten, das patagonische Schichtstufenland, sehr trocken und halbwüstenhaft ist. In dieser Region bestimmt der regelmäßig alle ein bis zwei Wochen vom Südwesten her blasende Pampero-Wind das Klima. Ein Sonderfall ist das Klima in Feuerland, wo die Temperaturen in Sommer und Winter ca. wenig auseinander liegen, jedoch insgesamt sehr kühl und die Niederschlagsmengen relativ hoch sind.

Flora und Fauna

Entsprechend den sehr unterschiedlichen Klimazonen Argentiniens variieren auch die Vegetation und die Tierwelt sehr stark. Insgesamt sind etwa zwölf % der Landfläche bewaldet.

Flora

In den warmfeuchten tropischen und subtropischen Regenwäldern in dem Norden gedeihen tropische Pflanzen, wie Rosenhölzer (Dalbergia), Guajakholzbäume (Guaiacum officinale), Palisander (Jacaranda mimosifolia) und Quebracho-Bäume (Schinopsis lorentzii), aus denen Gerbsäure gewonnen wird, aber auch Palmen.

Der ebenfalls in dem Norden befindliche Gran Chaco verfügt über eine savannenartige Vegetation, welche von den Algarrobo-Bäumen (hauptsächlich Prosopis alba und Prosopis nigra) dominiert wird, Quebracho kommt auch vor.

Die Pampa ist geprägt von ausgedehnten Graslandschaften mit verschiedensten Gräsern. Von Eukalyptus (Eucalptus), amerikanischen Platanen (Platanus occidentalis) und Akazien (Acacia) abgesehen, finden sich hier keine Bäume; die ersteren beiden Gattungen sind nicht heimisch. Aufgrund des sehr feinen steinfreien Bodens ist eine landwirtschaftliche Bebauung gut möglich, so dass sich ca. noch wenig ursprüngliche Vegetation erhalten hat.

Patagonien liegt schon in dem Schatten der Anden und ist eine karge und weitestgehend baumlose Landschaft. Hier herrschen wie in der Pampa auch die Gräser vor, die Vegetation ist aber den wesentlich trockeneren Gegebenheiten angepasst. Daneben findet man verschiedenste krautige Gewächse und Sträucher. Wegen des steinigen Boden ist Getreideanbau nicht möglich, stattdessen werden die Graslandschaften als Schafweide genutzt.

In den Vorgebirgen der Anden und auf Feuerland finden sich ausgedehnte Nadelwälder mit Fichten (Picea), Zypressen (Cypressus), Kiefern (Pinus), Zedern (Cedrus) und anderen Nutzhölzern. Nahe der chilenischen Grenze gibt es vereinzelte Gruppen von Scheinbuchen (Nothofagus). Die Baumgrenze liegt bei etwa 3 500 m. In den trockenen, nördlichen Hochlagen der Anden finden sich in den ariden Halbwüsten viele Kakteen (Cactaceae) und Dornsträucher.

Fauna

Argentinien Beschreibung
Argentinien Beschreibung
Guanakos - eine Wildform des Lamas

Im tropischen Norden ist die Tierwelt äußerst vielfältig. Hier kann man hauptsächlich verschiedene Affenarten, Jaguare, Pumas, Ozelots, Waschbären, Nasenbären, Ameisenbären, aber auch Tapire, Nabelschweine und Reptilien wie Schlangen und Alligatoren antreffen. Die Vogelwelt beherbergt in dem tropischen Norden Kolibris, Flamingos und Papageien. In den Flüssen sind neben vielen anderen Fischen auch Piranhas zu finden.

In der Pampa findet man Gürteltiere, Mähnenwölfe, Pampasfüchse, Pampaskatzen, Pampashirsche, Nandus, verschiedene Greifvögel wie Falken sowie Reiher.

In den kargen Gebieten der Anden trifft man auf die wilden Lamas, Guanakos und Vikunjas, sowie auf den Andenkondor. Raubtiere sind die Bergkatze, der Puma und der Andenschakal. An Salzseen finden sich häufig Zugvögel wie Flamingos.

In Patagonien und Feuerland ist das Tierleben artenärmer. Auch hier leben Pumas, Nandus und Guanakos; der Pudu ist ein kleiner Hirsch der südlichen Anden. Auf Feuerland nisten zudem Kormorane. Die patagonischen Küsten beherbergen Magellanpinguine und Kolonien von Südamerikanischen Seebären und Mähnenrobben.

Die Küstengewässer Argentiniens beherbergen unter anderem die zu den Grauwalen zu zählenden Südkapern, Orcas und Commerson-Delfine, daneben Seehechte, Sardinen, Makrelen und Dorados.

Bevölkerung

Argentinien hat eine Bevölkerung von etwa 36,3 Millionen Einwohnern (Zensus 2001, Quelle: [7] (http://www.indec.mecon.ar/)). Dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von 13 Einwohnern/km2.

Etwa 87  Prozent der Bevölkerung leben in Städten von mehr als 2 Tausend Einwohnern, wovon allein 11,5 Millionen auf die Agglomeration Gran Buenos Aires entfallen. Diese hat eine Bevölkerungsdichte von 2 989 Einwohnern/km2.

Die Stadt und die gesamte Provinz Buenos Aires zusammen haben 16,6 Millionen, die Provinzen Córdoba und Santa Fe jeweils ungefähr 3 Millionen, so dass in diesen drei in dem zentralen Teil des Landes gelegenen Provinzen zusammen mehr als 60 Prozent der Bevölkerung leben.

Weite Teile des übrigen Landes sind dagegen sehr dünn besiedelt, vor allem in dem trockenen Süden, wo ca. etwa ein bis drei Einwohner/km2 leben.

Nachfahren der Europäer

Mehr als 90  Prozent der Bevölkerung stammen nach der offiziellen Statistik von eingewanderten Europäern ab, hiervon etwa 36  Prozent von Italienern, circa 29  Prozent von Spaniern und etwa 4-5 Prozent von Deutschen. Nach neueren Berechnungen ist jedoch der Anteil von Mestizen höher als bisher angenommen, Schätzungen gehen von etwa 30-35  Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Dies kommt daher, dass die Mestizen früher unter einer starken Diskriminierung zu leiden hatten und sich daher als "Weiße" ausgaben.

Indigene Bevölkerung

Etwa fünf % der Bevölkerung sind Nachkommen von insgesamt 30 Indianerstämmen, die vor dem Eintreffen der Spanier auf dem Landesterritorium lebten. Dies liegt einerseits daran, dass Argentinien vor der Kolonialzeit ca. in dem Nordwesten dicht bevölkert war, zu dem anderen auch daran, dass die verbleibenden Indianer von den Spaniern und später von den Argentiniern weitgehend ausgerottet wurden.

Die größten Gruppen sind hierbei die Kollas in Jujuy und Salta, die Mapuche (Araukaner) in Neuquén und Río Negro sowie die Wichi und Toba in dem Chaco und in Formosa. Ca. eine Minderheit der Indianer lebt in ihren angestammten Siedlungsgebieten, viele sind in die Großstädte übergesiedelt, wo sie häufig unter ärmlichen Bedingungen als schlecht bezahlte Arbeiter leben. So gibt es in Rosario und Resistencia Viertel, die ca. von Toba-Indianern bewohnt werden, das selbe gilt für Kollas in San Salvador de Jujuy und San Miguel de Tucumán. Seit den 80er Jahren erstarken innerhalb dieser Stämme Bewegungen, die traditionelle Kultur gezielt zu erhalten und verbreiten, etwa über Radiostationen und an Schulen.

Genaue Zahlen werden 2004 in einem Sonderzensus ermittelt werden, bei dem die indigene Bevölkerung (etwa 60 Tausend Haushalte) befragt werden soll.

Ausländer und Zuwanderung

Etwa vier % der Bevölkerung sind Ausländer. Einwanderung gibt es heute vor allem aus den Nachbarländern Bolivien, Chile, Paraguay und Uruguay sowie aus dem südamerikanischen Staat Peru. Insgesamt kommen etwa 68  Prozent der Einwanderer aus amerikanischen Staaten. Etwa zwei % aller Einwanderer kommen aus Asien (hauptsächlich Koreaner).

Seit den 1990er Jahren findet man stets mehr so genannte ambientelle Migranten aus Europa, die hauptsächlich wegen der unberührten Natur hierher ziehen. Die Einwanderer aus Europa repräsentieren etwa 28  Prozent der Ausländer.

Religion

Mehr als 90  Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholischen Glaubens. In dem Nordwesten Argentiniens haben sich die christlichen Riten mit der Religion der Ureinwohner vermischt (Pachamama-Kult). Weitere bedeutende Minderheiten bilden Juden, Protestanten und Moslems (vor allem in dem Nordwesten).

Sprache

Alleinige Amtssprache ist in Argentinien Spanisch. Daneben existieren eine Reihe von mehr oder weniger bedeutenden Minderheitensprache, die von der indigenen Bevölkerung gesprochen werden. Die wichtigsten darunter sind das Quichua und das Guaraní, in manchen Gegenden wird aber auch noch Mapudungun gesprochen.

Die Aussprache des argentinischen Spanisch unterscheidet sich deutlich von der in Spanien und auch von der in anderen lateinamerikanischen Ländern üblichen. Der Buchstabe ll wird wie das deutsche sch äußerst, ebenso zwischen Vokalen der Buchstabe y. Der Buchstabe z wird stets wie ein stimmloses s äußerst, das gleiche trifft auf das c vor e und i zu. Des weiteren herrscht in Argentinien der voseo vor, d.h. anstatt des Personalpronomens tu für die 2. Person Singular wird vos benutzt. Die Verben werden dabei anders konjugiert. Zusätzlich wird die 2. Person Plural vosotros auch in informeller Sprache durch die 3. Person Plural ustedes ersetzt, die in dem europäischen Spanisch ca. die Höflichkeitsform ist. Darüber hinaus gibt es eine Reihe lexikalischer Abweichungen.

Während die Nachfahren der italienischen Einwanderer in Argentinien die Sprache ihrer Vorfahren aufgegeben haben, wird von den Nachfahren der deutschsprachigen und englischsprachigen Einwanderer teilweise noch die Sprache ihrer Vorfahren gepflegt. So gibt es Stadtviertel in dem Großraum Buenos Aires, wo man noch sehr viel Deutsch hört. In der Provinz Córdoba gibt es eine relativ große Kolonie von Überlebenden der Graf Spee, die sich in Villa General Belgrano niederließen, wo heute noch fast ausschließlich Deutsch gesprochen wird.

Siehe auch: Geschichte des Spanischen in Argentinien

Bildungswesen

In Argentinien herrscht Schulpflicht von neun Jahren. Es gibt neben den staatlichen Schulen auch eine hohe Zahl von privaten Schulen. Das Schulsystem ist in zwei Stufen eingeteilt: Primaria (Grundschule = 6 Schuljahre) und Secundaria (weiterführende Schule). Es gibt darüber hinaus auch noch eine Art von Berufsschulen.

1995 wurde das Schulsystem reformiert: die ersten neun Jahre der Schulzeit werden seitdem als EGB (Educación General Básica) genannt, die in mehrere Richtungen aufgeteilte weiterführende Schule stattdessen als Polimodal. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Schulabschlüssen (naturwissenschaftlich, sozialwissenschaftlich, technisch und wirtschaftlich orientiert). Zu dem Besuch der Hochschulen berechtigen alle in dem Rahmen des Polimodal erlangten Abschlüsse, auch wenn der Studiengang nicht mit der Ausrichtung des Polimodals übereinstimmt.

In der PISA-Studie schnitt Argentinien zwar verglichen mit anderen lateinamerikanischen Staaten bei weitem am besten ab, dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ein starkes Gefälle in der Qualität der Schulbildung zwischen Großstädten und ländlichen Regionen einerseits und zwischen Privatschulen und vielen staatlichen Schulen anderseits gibt. Durch kontinuierliche interne Qualitäts-Tests seit Ende der 1990er Jahre versucht die Politik, dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Argentinien hat eine Vielzahl von staatlichen und privaten Universitäten. Die älteste Universität ist die Universität von Córdoba, die 1613 gegründet wurde. Eine der bedeutendsten Universitäten ist daneben die Universität von Buenos Aires (UBA), die 1821 gegründet wurde.

Laut der Volkszählung des Jahres 2001 sind etwa 2,6  Prozent der Bevölkerung Analphabeten (Quelle: [8] (http://www.indec.mecon.ar/)), in Deutschland liegt dieser Wert offiziell bei etwa 6 %.

Von allen Argentiniern, die über 20 Jahre alt sind, haben 88  Prozent die Schule besucht. Etwa 14  Prozent haben die Primaria nicht abgeschlossen, circa 29  Prozent haben eine abgeschlossene Primaria, ungefähr 14  Prozent haben die Secundaria nicht abgeschlossen, etwa 16  Prozent haben eine abgeschlossene Secundaria, circa fünf % einen höheren nicht-universitären Abschluss und etwa fünf % einen Universitätsabschluss. Das heißt etwa 73  Prozent der Bevölkerung haben mindestens die Primaria abgeschlossen, circa 30  Prozent mindestens die Secundaria und ca. etwa zehn % haben einen weiterführenden Abschluss. (Quelle: [9] (http://www.indec.mecon.ar/))

Wirtschaft

Argentinien ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde.

Geschichte der Wirtschaftspolitik

Die argentinische Wirtschaft ist traditionell durch die Landwirtschaft geprägt. Bis in die 1950er Jahre wurden fast ausschließlich Agrargüter exportiert. Erst danach setze eine Industrialisierung bezeichnenswerten Umfanges ein. Die wirtschaftliche Entwicklung wurde jedoch von den verschiedenen Regierungen nach unterschiedlichen, teilweise widersprüchlichen Vorgaben reglementiert. Es entstand, vor allem unter dem Einfluss des Peronismus, ein breiter staatlich kontrollierter Sektor in Industrie, Handel und Dienstleistung. Korruption war und ist ein diesen Sektor durchziehendes Übel. Dennoch hat Argentinien das Wohlstandsniveau der 50er Jahre nie wieder erreicht.

1976 leitete die Militärdiktatur eine drastische Kehrtwende hin zu dem Neoliberalismus ein. Dies fügte vor allem der heimischen Industrie einen starken Schaden zu, während die Spekulation ausartete und die damalige Währung, der Peso Ley, mehrmals abgewertet werden musste. Es waren vor allem die wirtschaftlichen Probleme, die die Militärregierung auf die Idee brachte, den Falklandkrieg zu starten.

Nach der Rückkehr zur Demokratie 1983 erwies sich die Hyperinflation als eines der größten wirtschaftlichen Probleme des Landes. Der 1989 gewählte Präsident Carlos Menem führte daraufhin die 1:1-Bindung des Argentinischen Peso an den US-Dollar ein. Dies führte fast schlagartig zu einem Ende der Inflation und zu einem deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Auf längere Sicht hatte sie aber zur Folge, dass argentinische Produkte auf dem Weltmarkt teurer und Importware in dem Inland billiger wurden. Zahlreiche argentinische Produktionsbetriebe mussten schließen. Es kam zu einem schnell zunehmenden Ungleichgewicht zwischen dem (offiziellen) Wechselkurs der Währung und ihrer inneren Werthaltigkeit. Kapitalflucht setzte ein und das ohnehin hoch verschuldete Land musste stets neue Kredite in dem Ausland aufnehmen, um alte Verbindlichkeiten bezahlen zu können und Devisen für dringende Importe bereitstellen zu können. Gelegentlich wurden sogar Staatbedienstete nicht mehr mit Geld, sondern mit Schuldverschreibungen bezahlt und Geschäftsleute wurden gesetzlich verpflichtet, derartige Papiere an Zahlung statt anzunehmen. Anfangs wurde dies noch durch private Kapitalzuflüsse ausländischer Investoren überlagert, die sich in argentinische Unternehmen, besonders in dem Zuge der von Carlos Menem eingeleiteten Privatisierung von Staatsbetrieben, einkauften. Doch schließlich hatte die Verschuldung soweit zugenommen und die Wirtschaftsleistung soweit abgenommen, dass Ende 2001 nach schweren Unruhen der Präsident Fernando de la Rúa zurücktrat. Die folgende Regierung gab die Einstellung der Zahlungen auf Tilgung und Zinsen, also den Staatsbankrott, bekannt. Wegen fehlender Unterstützung der Partei trat der übergangsweise angetretene Präsident Adolfo Rodríguez Saá schon nach fünf Tagen wieder zurück, es folgte der Peronist Eduardo Duhalde.

Der IWF versorgte nach einer langen Verhandlung Mitte 2002, mit politischer Unterstützung der wichtigsten Industrienationen, Argentinien in dem Rahmen verschiedener Interimsabkommen mit frischem Geld. Damit konnte die argentinische Wirtschaft, vor allem weil nun Mittelabflüsse durch Kreditrückzahlungen nicht mehr stattfanden und wegen des nun deutlich billigeren Peso (3,5 bis 4 Argentinische Peso je US-Dollar), bereits in dem Jahr 2003 ein beachtliches Wachstum verzeichnen. Allerdings wurde in dem März 2004 die Rückzahlung einer Rate von 3,1 Mrd. US-Dollar (etwa 2,5 Mrd. Euro) für einen in dem Rahmen der o.a. Interimsabkommen gewährten IWF-Kredite fällig. Erst unmittelbar vor dem letztmöglichen Termin wurde die Zahlung angewiesen. Vorausgegangen war ein mehrwöchiger Verhandlungspoker. Die argentinische Regierung wollte dabei erreichen, dass ein Bericht des IWF über die Bemühungen des Landes in dem Hinblick auf die Wiedergewinnung wirtschaftlicher Solidität, möglichst positiv ausfällt. Die galt als Voraussetzung für eine weitere Kreditgewährung durch den IWF. Dies hat die Regierung anscheinend geschafft, so dass nun gute Chancen bestehen, dass die nun zurückgezahlten Milliarden schon bald in dem Rahmen eines neuen Kreditabkommens an Argentinien zurückfließen. Über die Behandlung der Forderungen von privaten Gläubigern Argentiniens wurde bislang aber noch keine Einigung erzielt. Dies belastet zusätzlich die Handelsbeziehungen des Landes.

Es ist umstritten, ob Argentinien die Voraussetzungen des IWF für die weitere Vergabe von Kredite erfüllt. Die Auflage, in "guten Glauben" mit den privaten Gläubigern zu verhandeln, ist durch die argentinische Regierung nie erfüllt worden. Statt dessen fordert Argentinien einen Kapitalschnitt, der auf 75 Prozent Barwertverlust hinausläuft. Es laufen Klagen gegen Argentinien und den IWF vor dem Bundesverfassungsgericht mit dem Absicht der vollständigen Rückzahlung des geliehenen Geldes. Eine deutsche Gläubigerorganisation ist die Interessengemeinschaft Argentinien e.V..

Siehe auch: Argentinien-Krise, Default (Wirtschaft)

Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug in dem Jahr 2003 376,2 Milliarden Arg$, dies entsprach etwa 103 Milliarden Euro. Davon entfielen etwa 43 Prozent auf die Produktion von Waren und etwa 51 Prozent auf die Erbringung von Dienstleistungen. Den größten Anteil am BIP hatten dabei die produzierende Industrie mit 22%, die Landwirtschaft mit 10%, der Groß- und Einzelhandel mit 11 Prozent sowie die Vermietung von Gebäuden und Grundstücken mit ebenfalls 11%. (Quelle: [10] (http://www.indec.gov.ar))


Bruttoinlandsprodukt 1995-2003
Jahr   1995 1996 1997 1998 1999 2 Tausend 2001 2002 2003
Bruttoinlandsprodukt (KKK) Mrd. Dollar 360,90 388,21 427,88 449,82 440,85 446,56 436,96 393,79 421,57
Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen Mrd. Dollar 258,03 272,15 292,86 298,95 283,52 284,20 268,70 92,95 129,74
Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen Mrd. arg. Peso 258,03 272,15 292,86 298,95 283,52 284,20 268,70 312,58 376,23
Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen Dollar 7421,10 7727,13 8210,14 8276,53 7750,77 7674,96 7184,41 2456,31 3389,11
Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt zu konstanten Preisen arg. Peso 6994,28 7286,45 7778,14 7976,84 7609,87 7458,08 7058,74 6216,58 6681,05

Quelle: World Economic Outlook Database, IMF, April 2004: [11] (http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2004/01/data/index.htm)

Staatsverschuldung

Während der 1990er Jahren galt Argentinien als ein positives Beispiel für finanzielle Stabilität und erfolgreiche Marktreformen. Dies änderte sich mit der Argentinien-Krise und der Interimspräsident Adolfo Rodríguez Saá erklärte den Default (Staatsbankrott). In dem Jahre 2002 betrug die Staatsverschuldung Argentiniens 142 Mrd. US-Dollar (Quelle: CIA Factbook 2004: [12] (http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/ar.html)).

Seit 1985 gehört Argentinien ununterbrochen zu den Top-5-Kreditnehmern des Internationalen Währungsfonds (Quelle: [13] (http://www.imf.org/external/np/tre/risk/2004/020304.pdf), S.5)

Inflationsrate

Argentinien war in der 1980er Jahren bekannt als ein Land mit einer sehr hohen Inflationsrate. Diese verstärkte sich ab Beginn der Redemokratisierung 1983 zunehmend zu einer Hyperinflation, deren Höhepunkt 1989 erreicht wurde. In dem gleichen Jahr wurde unter der Regierung von Carlos Menem und seinem Wirtschaftsminister Domingo Cavallo die 1:1-Bindung des